Internet - gefangen im Netz
Netlife Balance
Einen grossen Anteil unserer Freizeit verbringen wir am Computer, im Internet, am IPad oder am Handy. Für viele Personen sind die neuen Medien aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Es scheint durchaus opportun täglich E-Mails zu checken, abends mit Freunden zu chatten, sich in Online-Rollenspielen aufzuhalten, unterwegs zu telefonieren oder SMS zu schreiben. Man investiert nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit in die neuen Medien. Wie viel ist zu viel und wann ist man süchtig nach Multimedia?
Rund 70 000 Personen leiden in der Schweiz an Internet-Sucht. Eine bedeutende Suchtgefahr geht von Angeboten aus, welche die User stark an sich binden (Seiten mit Online-Spielen sowie Chat- und Pornoangeboten). Wer süchtig ist, verliert die Kontrolle und will immer länger online bleiben. Bei Entzug reagieren die Betroffenen mit Nervosität und Aggression. Als onlinesüchtig gelten Leute, die mehr als 35 Stunden pro Woche ausserberuflich im Netz verbringen.
Auch auf das soziale Leben hat die Internet-Sucht negative Auswirkungen: Durch die interaktiven Unterhaltungsmedien und sozialen Netzwerke geht viel Zeit verloren, welche für persönliche Erlebnisse und Freundschaften eingesetzt werden könnte. Dies führt oftmals zu einem Realitätsverlust, zu Problemen in sozialen Beziehungen, oder mit schulischen Leistungen. Eine grosse Gefahr stellt auch das Cyber-Mobbing (Internet-Mobbing, Cyber-Bullying und Cyber-Stalking) dar, welche Diffamierungen, Belästigungen, Bedrängungen und Nötigungen anderer Menschen oder Firmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, in Chatrooms, beim Instant Messaging oder Mittels eines Mobiltelefons ermöglichen.
